Wie tankt man eigentlich ein Elektroauto?

Hoffentlich nicht so wie eines mit Verbrennungsmotor!

Warum?
Weil einem vielleicht die Haltbarkeit seines Akkupakets am Herzen liegt, denn dieses bleibt umso länger fit umso schonender es geladen wird. Dauerhaltbarkeit von Li-Io

Beim Auto mit Verbrennungsmotor wird immer mehr oder weniger gleich schnell getankt, je nachdem mit wieviel Liter pro Sekunde der Treibstoff in den Tank fließt. Tatsächlich interessiert das wohl fast niemanden, es sind ein paar Minuten. Bei einem Elektrofahrzeug geht das nicht wie bisher. Diese Autos werden überwiegend zu Hause geladen.
Aber wie löst man die unterschiedlichen Anforderungen? Und warum ist das so schwer?

Weil da soviele Mauern in den Köpfen sind, das man (also die Breite Masse) sich erst ab ca. 300km Reichweite „auf der Straße unter widrigen Bedingungen“ ein Elektrofahrzeug auch nur dann anschaffen würde, wenn die Anschaffungskosten gleich aller anderen Luxusautos sind.

Ein Elektroauto ist kein Ersatz für ein Auto mit Verbrennungsmotor.

Es ist eine Möglichkeit von A nach B zu kommen.

Wenn ich täglich 25km zur Arbeit und zurück fahre und ÖPNV nicht nutzen will oder mag ist es eine Option.

Die Elektroautos haben einige Vorzüge, neben Preis, Haltbarkeit, geringerer Wartungsaufwand bis hin zu Standklimatisierung und -Heizung. Einiges davon wird wegfallen, wenn negative Berichterstattung weniger durchschlagende Wirkung hat.

Sie haben Nachteile wie … man müsste umdenken um es effektiv nutzen zu können.

Aber wer gibt schon gerne Luxus ab? Immerhin scheint es ja für die meisten Menschen noch realistisch zu sein sich für beispielhafte 40.000€ einen Van oder Kombi zu kaufen um 2-3x pro Jahr in den Urlaub zu fahren obwohl sie ca. 220x pro Jahr genauso gut mit einem *setze hier etwas kleines günstiges auf 2-4 Rädern ein* auf Arbeit fahren könnten. Ersparnis durch das kleinere Fahrzeug könnten 10.000€ sein.

Sagen wir mal das Auto wird 5 Jahre gefahren.

Dann könnte ich jedes Jahr 2.000€ für einen tollen Mietwagen ausgeben. Oder den Urlaub verlängern.

Milchmädchenrechnung? Ja klar, aber zurück zum Elektroauto.

Wieviel Kapazität haben denn aktuelle Akkus in den Fahrzeugen? 20-30kWh?

Die bekomme ich mit einem 22kW Ladeanschluss zügig voll.

Region Hamburg: „Jedes neu angeschlossene Haus verfügt über einen 50A Anschluss“.

Damit lassen sich die 22kW/32A wunderbar realisieren – und das reicht für alle üblichen Anwendungen in der Arbeitswoche. Wichtig ist mit derzeitiger Technologie die akkuschonende, langsame Ladung.

Für nicht alltägliche Anwendungen kann man ein anderes Antriebskonzept nutzen, Angebote gibt es dazu mehr als genug.

Wasserstoff? Hat einen Gesamtwirkungsgrad von ~40% inkl. Erzeugung, das ist auf dem Niveau eines Dieselfahrzeugs. Fairerweise muss man sagen, dass beim derzeitigen Strommix immernoch weniger CO2/km entstehen. Dennoch bin ich aufgrund der notwendigen Treibstoffinfrastruktur der Meinung, dass sich hier keine Vorteile gegenüber reinen Elektroautos ergeben. Wenn für letztere die Tankstellen stehen fällt der Treibstofftransport dorthin wesentlich günstiger aus als bei allen anderen Alternativen. Jedenfalls muss ja auch Wasserstoff zu den Tankstellen kommen.

Plug-In-Hybrid? Ich schleppe ständig etwas mit mir herum, dass ich nicht brauche:

Im E-Betrieb einen Verbrennungsmotor inklusive Tank und Anbauteilen, umgedreht eine E-Maschine samt Leistungselektronik und Akku wobei ich mit letzterem wenigstens noch Rekuperieren kann, aber ob ich damit die zusätzlichen Aufwendungen hereinhole sei mal dahingestellt.

Dann kann ich mit meinem Van oder Kombi auch ständig vollbeladen und alle Sitzplätze belegt herumfahren.

Wollen wir einen Ausblick wagen, was 2020 auf der Straße los ist?

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