Auslaufmodell: Dell XPS 13 Developer Edition mit Ubuntu 14.04 LTS und Skylake

Meine Anforderungen an einen Laptop:

  • leicht, handlich, robust
  • lange Akkulaufzeit, wenig Wärmeabgabe, leise
  • flott genug für Surfen und Office gleichzeitig
  • möglichst reflexionsarmes Display (also: ohne „Touch“)

Beim XPS 13 passt alles zusammen, Testberichte (siehe unten) sehen gut aus, mal schauen obs mit dem Linux klappt. Immerhin ist es ja schon eine Weile mit dieser Hardware erhältlich.

Für einen kurzen Moment gab es das Teil zu einem dreistelligen Preis bei Dell, mittlerweile ist das Angebot aus dem Sortiment verschwunden und gegen eine Variante mit Kaby Lake ausgetauscht.

Ich nutze Linux gerne und seit Jahren im (Heim-)server Bereich. Funktioniert stabil und entspricht mit dem Mate Desktop genau meinen Ansprüchen.
Beim xps 13 allerdings läuft es einfach nicht rund. Mal gehen die Funktionstasten nicht, mal läuft der Sound nicht und das Touchpad lässt sich einfach nicht dazu überreden mehr als 2 Finger zu erkennen.
Die Akkulaufzeit pendelt sich beim Surfen so um die 4-5h ein, nicht gerade das was ich erwartet hatte.

Resigniert probiere ich Windows 10 Pro aus.
Die Installation erkennt alle Hardwarekomponenten vom Start weg und der Akku hält um die 8-10h bei gleichem Surfverhalten. Hmpf, Punkt an Microsoft.
Wenigstens werden hier die Treiberupdates einigermaßen von Dell gepflegt, die Intel original Varianten hinterlassen bei mir ein nicht korrekt funktionierendes System. Ja ich weiß, darauf weißt Intel auch hin.
Aber ich probiere eben gerne aus – mit einer guten Backup Software die Änderungen rückgängig machen kann.

Bisher habe ich das gute Stück seit 3 Monaten im täglichen Einsatz und bin vom Preis-/Leistungsverhältnis überzeugt. Vor allem vom Display, das einen wunderbaren Job auch bei Gegenlicht abliefert. Schade das matte Displays nur noch so selten verbaut werden. Und vielleicht finde ich irgendwann heraus warum jemand mehr als FullHD auf 13″ braucht.

Ausführliche Testberichte finden sich (zu ähnlichen Varianten) u.a. hier:
Stiftung Warentest

c’t Zeitschrift

Fazit:
Das XPS 13 hinterlässt einen guten Eindruck ohne nennenswerte Schwächen. Die Anschlüsse sind mit Thunderbolt /USB 3.1,  Audio Combo Stecker (der auch mit Handy Headsets klarkommt) bis ins Detail gut durchdacht.
Im 5Ghz Wlan laufen unter Volldampf zwischen 550-650 Mbit durch Luft, womit es abgesehen von Latenz kritischen Spielen auch locker fürs Streamen über Steam reicht.
Einziger Schwachsinn: Dank Windows Updates läuft immer mal wieder irgendwas nicht, aber dafür kann Dell ja herzlich wenig und die Qualität der aktuellen Microsoft Update Politik steht auf einem ganz anderen Blatt.

P.s.: Automatische Treiberupdates in Windows deaktivieren lohnt sich.
P.P.s.: Wenn ihr lieben Hardwareprovider euch doch bitte mit eurem Lieblings Softwareproduzenten zusammen setzen würdet, damit vielleicht die richtigen Treiber ausgeliefert werden? Aber das ist ja nicht nur in diesem Umfeld scheinbar zuviel verlangt.

Statuspage bei Uptimerobot

Seit Kurzem muss man nicht mehr unbedingt den Umweg über die API nehmen und bekommt die Ergebnisse grafisch aufbereitet zur Verfügung gestellt.

Die Seite wird einfach im Dashboard erstellt, wobei man sich aussuchen kann ob alle vorhandenen Monitore oder nur ausgewählte angezeigt werden sollen.

Eine feine Sache für einen kostenfreien Dienst.

Quelle: Blogpost von Uptimerobot

Internet 2 Go – geht das schneller?

Es ist wieder einer dieser Tage an dem ich in aller Frühe im Zug sitze, mich auf einen Platz am Fenster mit Tisch freue und hoffe, dass der Hotspot im ICE läuft.
Nein tut er nicht. doch. nein. ein bisschen.

Also entweder tröpfeln jetzt die Daten über ICE Hotspot rein oder über EDGE.
Ein stabiles VPN ist unter diesen Umständen nicht drin und der Hotspot draußen.

Bleibt noch der persönliche Hotspot, aber Surfen über EDGE ist wirklich keine schöne Geschichte. Irgendwie muss man das doch beschleunigen können.

Idee: SOCKS Proxy mit Kompression über SSH
Man braucht:
Halbwegs stabile Mobilfunkverbindung
SSH Server
Putty

Erfahrung: Solange die Mobilfunkverbindung nicht länger abreißt, als das Timeout der SSH Verbindung, ist es gut nutzbar.

Wie konfiguriert man das nun?
Die Option für Kompression befindet sich bei Putty im Einstellungsbaum der Verbindung unter Connection->SSH: „Protocol Options“ -> Enable compression.

putty_compress
Den SOCKS5 Proxy hat Putty eingebaut, unter Connection->SSH->Tunnels:
SourcePort z.B. 1080, Destination bleibt leer, Haken bei Dynamic& Auto

putty_dynamic

Nächster Schritt: Firefox->Einstellungen->Erweitert->Netzwerk->Proxy->SOCKS
localhost und 1080 eintragen & externer DNS aktivieren

firefox_proxy

Spass:
Speedtest ausprobieren, mit SOCKS (mit 4G)

speedtest

Speedtest ohne SOCKS

speedtest_ohne

Wie man sieht kann man damit völlig unsinnige Ergebnisse produzieren.
Lediglich die Pingzeiten passen ganz gut.

Zusammenfassung:
Hauptsächlich ist es eine Spielerei, gefühlt gehen textlastige Webseiten und E-Mails schneller. Ob das nun an der Kompression, den flotteren DNS Abfragen dank Unbound oder anderen Effekten liegt kann ich nicht sagen.

Optimierungsmöglichkeiten:
Für den Testaufbau habe ich einen vorhandenen SSH User genutzt, der über pageant mit key keine Eingabe für den Verbindungsaufbau braucht.
Das bietet die Möglichkeit eines schnellen Wiederaufbaus nach Verbindungsverlust.
Will man das dauerhaft, vielleicht auch für interessierte Freunde, einbauen lohnt es sich einen extra User anzulegen, der nur die SOCKS Möglichkeiten nutzen darf und sonst nichts.
Einige Hinweise dazu finden sich im Ubuntu Forum.

 

 

 

 

 

Kundenbewertungen sind Werbung

In vielen Webshops gibt es Kundenrezensionen. Diese zeigen eine Kundenzufriedenheit in Prozent. Was hilft einem das für die persönliche Kaufentscheidung? Meistens nichts, aber es beeinflusst.

Gerade hat Steam sich dazu entschlossen, Reviews von externen Käufern nicht mehr in die Bewertung einfließen zu lassen.
Käufer die beispielsweise gar keine richtigen sind, sondern irgendwelche Bots denen ein Entwickler mit seinen Keys den „Nachweis“ über den Kauf erteilt hat um eine gefälschte, positive Bewertung zu ermöglichen.
Aber auch die leidenschaftlichen Anhänger einer Kickstarter Kampagne die gerne eine positive Bewertung abgeben möchten.
Beide fließen nicht mehr in die Kundenzufriedenheit / Bewertung in Prozent ein.

Jedes Mal wenn ich Bewertungen lese frage ich mich, ob dieses System überhaupt einen Mehrwert hat. Ein gefühlter Großteil schreibt zusammengefasst einfach nur: Habe keine Ahnung was ich eigentlich brauche / will und hab nach dem Kauf festgestellt: Ist nichts für mich.
Mehrwert gleich Null.

Wie so oft hilft also nur: Genau darüber nachdenken und aufschreiben, was man erwartet und dann anhand von möglichst ausführlichen Tests aus Zeitschriften oder verlässlichen Blogs abgleichen ob das Produkt den Wünschen entspricht.

Ich wünsche mir einen Filter/Ausschalter für Kundenbewertungen, denn ich möchte mir eine eigene Meinung bilden!

Windows 10 Build 1511 – Langsames Netzwerk (Ausgehend) / Very Slow Network (Outgoing)

Situation: Dual-Boot PC mit Window 10 Pro und Ubuntu 16.04 sendet Daten zu einem Ubuntu 16.04 NAS äußerst lahm – Empfang geht super.

Lösung: Geräte-Manager -> Netzwerkadapter -> Eigenschaften -> Erweitert -> Large Send Offload v2 […] -> Disabled

Ich habe es sowohl für IPv4 als auch IPv6 deaktiviert, da bei mir der Fehler im IPv6 aufgetreten ist. Möglicherweise hängt es mit der von mir verwendeten Bitdefender Endpoint Security Tools zusammen, wie der Artikel ganz unten beschreibt, allerdings konnte ich das mit deaktivieren der Firewall usw. nicht nachvollziehen.

windows10 Geräte Manager

Vorher:
Datentransfers per SMB & SFTP
unter Windows:
~25-35KByte / s Ausgehend
unter Linux:
~40-60MByte / s

Nachher:
Mein Netzwerk Layout: Gigabit, beide Rechner per Kabel, Switch mit Jumbo Frame Support.
Zusäztlich: Jumbo Frame auf max. gesetzt.
Ergebnis: ~80-99MByte/s
Solange der Switch und alle Beteiligten die Jumbo Frames unterstützen klappt das gut, bei mir gab es allerdings im späteren Verlauf Probleme beim Streamen über Steam. Nach etwas Basteln hat sich herausgestellt, dass Jumbo Frames bspw. von der Fritzbox nicht gemocht werden.

Siehe: AVM Artikel zu Jumbo Frames

Quellen:
Bitdefender LOS Artikel

Hardware Dev Center zu LOS

Update: 11.09.:
– kurze Ergänzung zum Setup & Bild

Update: 13.09.
Mehr Infos zu Jumbo Frames

Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Langeweile geht weiter! EUGH entscheidet!

+++Schalkzeilen+++Skandale+++Hintergründe +++

+++Brüssel: Gerade rechtzeitig zum Ende des Sommerlochs kommt die Beschäftigungstherapie vom EUGH+++

+++Gewerbeverband: Die Dienstleister im boomenden Markt für Linkprüfung können sich vor Aufträgen nicht mehr retten, immer mehr Firmen stellen Hilfsarbeiter ein.+++

+++Knut im Glück! Knut Müller aus Wanne-Eickel hat endlich seinen Traumjob: Stundenlang Surfen am Arbeitsplatz! +++

+++Digitalverband: Fimenchefs ächzen, Betriebsvereinbarungen müssen neu geschrieben werden, alle Mitarbeiter müssen mithelfen, jeder Link muss geprüft werden.+++

+++ Tagesblatt: Eine Mammutaufgabe! Links führen zu Links die zu Links führen. Wahnsinn!
Manche stecken seit Tagen in der Linkschleife, weil diverse Links einfach zurück zum Start führen! +++

Weitere Meldungen im Überblick

+++Die Ärztekammer stellt Hilfspersonal für die drohende Welle der Gelenkerkrankungen bereit. +++

+++Die Bundeswehr rückt zum Katastropheneinsatz im behördenweiten Intranet aus. +++

+++Die Finanzgurus investieren in Aktien der großen Anwaltskanzleien, der Wettlauf der Linkprüfer hat begonnen und die Widersacher bewaffnen sich bis an die Zähne, umwerben Linkprüfer mit Spitzenlöhnen. +++

+++Gewerkschaftsverband: Die Zahl der Unterschriften zur Petition gegen Urlaubsanspruch der Linkprüfer schießt in die Höhe, sollen aber nur Bots der Arbeitgeber sein.+++

+++Onlineangebote verschwinden zunehmend hinter Paywalls um ja keine Schwachstelle zu zeigen. +++

+++Sonderkonditionen für Anwälte: Freischaltung der Paywalls nur noch gegen Entrichtung des Jahresgewinnes.+++

+++Disruptive Zeiten! World Wibe Web nennt sich in Link Less Web um!+++

Die blaue Plakette macht Pause – Ein paar Grundlagen

Die blaue Plakette geistert seit einiger Zeit durch die Newsticker, gerade mit ihrem (vorübergehenden?) Ableben.
Was hat es damit auf sich und was hilft die Situation besser zu verstehen? Erklärungsversuch am Beispiel Hamburg.

Inhalt:
1. Grundlagen
2. Verschmutzung auf verschiedenen Wegen
Demnächst:
3. Mögliche Maßnahmen
4. Fazit

  1. Grundlagen
    Zunächst gibt es gesetzliche Regelungen, die zwei wichtige Dinge regeln.Was aus dem Auto rauskommen darf (Emission):
    Reifen- und Bremsenabrieb, Abgas

    Was sich in der Luft ansammeln darf (Immission):
    Stickoxide, Feinstaub, Ruß, PAK

    Viele Städte haben zuviel Schadstoffe in der Luft und müssen daher im ersten Schritt einen Luftreinhalteplan aufstellen. Zu so einem Plan kann auch die Einführung einer Umweltzone gehören.
    Ob das sinnvoll ist wird normalerweise per Gutachten geklärt.Die Emissionen werden im Bereich Abgas hauptsächlich durch die EURO Normen reglementiert. Wie „gut“ das funktioniert zeigt nicht nur die derzeitige Debatte zu den Manipulationen auf dem Prüfstand.

    Auf der anderen Seite (Immissionen) steht ein Wortmonster und ist die direkte Umsetzung der europäischen Richtlinien zur Luftreinhaltung:
    39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetztes (39. BImSchV).
    Darin werden Grenzwerte definiert, die zusammengefasst so aussehen:
    (Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_39/__3.html )

    Stickstoffdioxid
    NO₂, 200 µg/m³, darf nicht mehr als 18h pro Jahr überschritten werden. (Kurzzeitwert)
    NO₂, 40 µg/m³, Grenzwert Jahresmittelwert (ab 2010)

    Partikel (Feinstaub)
    PM10, 50 µg/m³, Grenzwert Tagesmittel, maximal 35 Überschreitungen pro Jahr
    PM10, 40 µg/m³, Grenzwert Jahresmittelwert (seit 2005)

    Diese Werte werden durch ständige Messungen sowie durch Modellberechnungen überprüft und prognostiziert, weiterhin werden Alarmwerte zur Information der Bevölkerung angegeben.

  2. Verschmutzung auf verschiedenen Wegen
    Die Verschmutzung in der Luft setzt sich aus einer Hintergrundbelastung, die großflächig vorhanden ist, und lokal durch Fahrzeuge erzeugte bzw. aufgewirbelte Anteile zusammen.
    Die Hintergrundbelastung ergibt sich aus Belastungen durch Industrie wie dem Hamburger Hafen, durch verkehrliche Anteile aus anderen Straßenzügen sowie überregional transportiere Schadstoffe.
    Der lokal durch Fahrzeuge erbrachte Anteil wird in motorbedingte und nicht motorbedingte Anteile unterschieden.
    Letztere umfassen Anteile aus Reifen- und Bremsenabrieb und zu einem großen Teil aufgewirbelte Ablagerungen von der Straßenoberfläche.

    Die motorbedingten Anteile werden durch aufwändige Maßnahmen direkt im Motor und angeschlossener Abgasanlage reduziert.
    Die Einhaltung dieser Grenzwerte wird bisher hauptsächlich auf dem Prüfstand im NEFZ überprüft und bildet nur einen sehr geringen Ausschnitt der tatsächlichen Nutzung ab.
    Genau diese Schwäche führt beispielsweise dazu, dass für Berechnungen der Luftverschmutzung die 4-5 fachen Werte der EURO Grenzwerte angenommen werden: Stellungnahme der ERMES Gruppe (englisch)

    […]As a result, Euro 5 diesel car emission factors
    used in the models already have been 4-5 times higher
    than the emission limit value (0,18 g/km),
    actually closer to 0,8 g/km […]
    Das heißt: Wenn ein Gutachten über die Luftqualität und die zu erwartende Luftverschmutzung erstellt wird nimmt man nicht an, dass die Fahrzeuge ihre Grenzwerte auch nur Ansatzweise einhalten.
    Vielmehr wird schon lange mit deutlich höheren Werten gerechnet um die tatsächliche Luftverschmutzung abschätzen zu können.

Ausfahrt im Touran II 1.2 TSI

Ein paar Worte zur Motivation:

Als Großstadtbewohner habe ich kein Auto und miete bei Lust und Laune lieber eins. Meist steht man dann vor diversen Auswahlmöglichkeiten die sich preislich kaum unterscheiden aber in (mir) wichtigen Punkten gravierende Unterschiede aufweisen.

Beispiele:
  • Soundsystem & Telefonanbindung
  • Gepäckraum: Platz für Kinderwagen und Koffer?
  • Übersichtlichkeit des Arbeitsplatzes: langes Suchen oder kann es zügig losgehen?
  • Fahrgefühl und Rundumsicht

Wir wollen zu dritt mit Kinderwagen und Gepäck fürs Wochenende ca. 1000km fahren, die Wahl fällt auf das Kompaktvan Segment.
Zur Auswahl stehen Opel Zafira und VW Touran.
Die Wahl fällt auf den VW, weil gerade erst 100km auf der Uhr.

Naturgemäß ist die Ausstattung nicht gerade üppig, auch der Antrieb dürfte in Form des 1.2 TSI eher gemütlich ausfallen.

Nach dem üblichen Rundgang ums Fahrzeug bekomme ich den Fahrzeugschlüssel und darf endlich loslegen.

Soundsystem

USB Anschluss -> Kabel -> IPhone -> Carplay?
Fehlanzeige!
Ich halte fest: Gerät ist nicht kompatibel (IPhone 6 mit iOS 9.3.3/13G34), na immerhin wird es geladen.
Zweite Option: Bluetooth Audio -> klappt auf Anhieb

Klangbild: farblos, wenig detailreich und die Klangfülle reicht mir nicht. Leichte Korrektur des Equalizers im mittleren Bereich nach unten bringt etwas Besserung und das Ganze wirkt weniger plärrig.
Die Reaktionsgeschwindigkeit ist gut, auch die Routenberechnung über mehrere Bundesländer dauert mit ca. 10 Sekunden für meinen Geschmack nicht zu lange. Hier werden 3 Routen vorgeschlagen, die entweder zeit- strecken- oder verbrauchsoptimiert sind.
Die Bedienung geht intuitiv von der Hand, der Touchscreen blendet bei Annäherung zu den Symbolen passende Beschreibung ein und vergrößert die Piktogramme was auch im Fahrbetrieb für vergleichsweise wenig Ablenkung sorgt. Besser wären Lenkradtasten, die leider nicht verbaut sind.
Die Ablesbarkeit hält sich in Grenzen, rings um Kombiinstrument und Touchscreen sind schwarz glänzende Blenden angeordnet die gerade bei schönem Wetter stark reflektieren und damit das Ablesen unnötig erschweren – das geht besser.

Gepäckraum

Kinderwagen und Gepäck fürs Wochenende verschwindet im Kofferraum, der wenig zerklüftet ist und mit verschiebbaren Rücksitzen noch etwas ausgebaut werden kann.
Kurz und knapp: Genau richtig.

Übersicht

Sitz und Spiegel einstellen sind schnell erledigt, Lenkrad ist positioniert, ein kurzer Schweif über die Instrumente und es kann losgehen. Mangels Lenkradtasten, Tempomat und sonstiger Fahrassistenzsysteme gibt es auch nichts zu lernen.
Die Scheibenwischer verrichten Ihren Dienst auch bei Starkregen unauffällig, die Halogenscheinwerfer bieten eine gute Ausleuchtung der Straße nach vorne, die Instrumentenbeleuchtung ist nachts unangenehm hellweiß.
Wendekreis und Übersichtlichkeit nach vorne gehen in Ordnung, nach hinten muss man der akustischen Hilfe schon vertrauen können.
Die Sitze werden auch nach Stunden nicht unangenehm, das Lenkrad schon. Hart und wenig griffig.

Der Motor entfaltet seine Möglichkeiten recht behäbig, fürs Mitschwimmen in der Stadt und auf der Landstraße reicht es, ebenso auf der Autobahn bis 130km/h. Zügiges Beschleunigen klappt nur mit reichlich Drehzahl, der Kick-Down Schalter in Verbindung mit einem Schaltgetriebe erscheint mir als witziges Gimmick ohne Wirkung. Der Verbrauch pendelt sich um 6-7 Liter Super ein.
Die Schaltung ist manchmal hakelig und die Kupplung könnte einen besseren Druckpunkt vertragen, aber das sind eher Kleinigkeiten.
Etwas nervig sind die Allwetterreifen ab 130km/h sowie das Fahrwerk, das auf Seitenwind empfindlich reagiert und in Kombination mit einem synthetischem Lenkgefühl nicht den besten Eindruck hinterlässt.
Die StartStop Automatik verrichtet ihren Dienst unauffällig, ebenso wie die AutoHold Funktion der elektrischen Handbremse.

Alles in Allem hat die Ausfahrt trotz der kleinen Macken Spaß gemacht und der Touran hinterlässt nach 1.000km einen soliden Eindruck als geräumiger und sparsamer Geselle.

Jeder nutzt das Netz auf seine Art und das ist gut so.

Ein gut funktionierendes Netz? Ja bitte.
Eine Überholspur für den größeren Geldbeutel? Nein danke.
Setzt ein Zeichen für ein offenes, neutrales Internet.

Stimme abgeben: Jetzt.

Eine gute Infrastruktur kostet richtig Geld, keine Frage. Aber jeder sollte an den Innovationen teilhaben und von den Investitionen profitieren können.